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Offene Jahrhundertführungen

12 Jahrhunderte Bistum und Stadt - 12 Führungen – in 12 Monaten

Hildesheim im Wandel der Zeit (815-2015)
Stadtführungsreihe zum 1200 jährigen Jubiläum des Bistums und der Stadt Hildesheim in Kooperation mit der Stadtführergilde und den Kostümführern.
Bei den Führungen werden prägende historische Ereignisse, Personen und Orte der gesamten Hildesheimer Stadtgeschichte von 815 bis heute vorgestellt. Beginnend mit dem 9. Jahrhundert findet an jedem zweiten Sonntag jedes Monats um 14 Uhr eine thematische "Jahrhundertsführung" statt.
Die Kosten pro Führung und Person betragen 5 Euro. Karten für die jeweilige Führung gibt es am Treffpunkt direkt vor Beginn der Führung beim Gästeführer.

9. Jahrhundert
Der Handelsweg West-Ost von Flandern nach Nowgorod, der Hellweg, führte über die Furt in der Innerste über den Domhof, wo schon ein Kaufmannswyk existierte. Bedeutend auch für den Übergang aus dem Hügelland in die norddeutsche Tiefebene. 815 zum ersten Mal erwähnt auf dem Reichstag zu Paderborn. Wahrscheinlich baute Ludwig der Fromme, der die östliche Hälfte des Riesenreiches Karls des Großen geerbt hatte, die erste Marienkapelle auf dem Domhügel, ein strategisch wichtiger Ort, und ließ damit Elze als Missionsstandpunkt fallen. Von diesem neuen Bistum aus erfolgte die weitere Missionierung der Sachsen.
Sonntag, 11. Januar 2015, 14 Uhr,
Domhof


10. Jahrhundert
Die Hildesheimer Domschule entwickelte sich im 10. Jahrhundert zu einer der führenden Ausbildungsstätten . Das Bistum hatte nicht nur religiös, sondern auch politisch eine wachsende Bedeutung im 10. Jahrhundert erlangt. Aus dem Domkapitel gingen zwischen 919 und 1002 über 20 Bischöfe hervor. Die Reliquien des hl. Epiphanius von Pavia wurden in den Hildesheimer Dom überführt. Kaiser Otto III. verlieh Bernward die Bischofswürde. Dieser errichtete eine Kreuzkapelle auf dem Hügel nördlich der Domburg, mit dem Ziel der Klostergründung von St. Michaelis.
Sonntag, 08. Februar 2015, 14 Uhr
Domhof


11. Jahrhundert
Im 11. Jahrhundert begünstigte die herausragende Stellung der Hildesheimer Bischöfe im Verfassungsgefüge des Reiches die Entwicklung Hildesheims zu einer bedeutenden mittelalterlichen Metropole: geistig, geistlich, künstlerisch und wirtschaftlich. Erlebbar wird diese Epoche auf dem Weg von St. Michaelis, über den Domhof zur Kirche Heilig Kreuz.
Sonntag, 08. März 2015, 14 Uhr
St. Michaelis


12. Jahrhundert
Religiöse Bildungsmetropole und sakrales Kunstzentrum .
Die Dom- und Stiftsschulen, Herstellung und Export sakraler Kunst aus Bronze, Silber und von Prachthandschriften sowie die Heiligsprechung Bischof Godehards und Bernwards führten den reichsnahen Hildesheimer Bischofssitz zu internationalem Ansehen. Das aufsteigende Bürgertum kam aufgrund bester Handelsmöglichkeiten zu Reichtum und Macht.
Sonntag, 12. April 2015, 14 Uhr
St. Godehard


13. Jahrhundert
Im friedlichen 13.Jahrhundert gab es große Bautätigkeit in und unmittelbar vor der Stadt. Die Neustadt und die Klöster St. Magdalenen und St. Paulus wurden gegründet und das Rathaus in der Altstadt gebaut.
Sonntag, 10. Mai 2015, 14 Uhr
St. Magdalenen


14. Jahrhundert
Ein Jahrhundert, unter anderem geprägt von aufstrebendem Bürgertum, der Finsternis der Zerstörung der Dammstadt, der Schlacht bei Dinklar, Erweiterung der Befestigungsanlagen und dem Bau der Bürgerkirche St. Andreas.
Sonntag, 14. Juni 2015, 14 Uhr
Historischer Marktplatz


15. Jahrhundert
Schwache Kaiser, Fehden und die Pest versetzten die Bürger in Angst und Schrecken. Trotz blühender Hanse prägten die Sorge um das Seelenheil mit all ihren Stiftungen, Ablässen und gotischen Kirchenbauten, aber auch Aberglaube und Hexerei, diese unsichere Zeit.
Sonntag , 12. Juli 2015, 14 Uhr
Historischer Marktplatz


16. Jahrhundert
Wir führen Sie durch das 16. Jahrhundert, das in Hildesheim an vielen Stellen noch präsent ist.
Schwerpunkte sind die Bauten der Renaissance, die Reformation und die Hildesheimer Stiftsfehde.
Sonntag, 09. August 2015, 14 Uhr
Historischer Marktplatz


17. Jahrhundert
Im 17. Jahrhundert brachte der Dreißigjährige Krieg große Not nach Hildesheim! Viele Fachwerkhäuser wurden zerstört oder abgerissen, nur das Wernersche Haus am Godehardplatz und die meisten Steinhäuser blieben erhalten.
Sonntag, 13. September 2015, 14 Uhr
Historischer Marktplatz


18. Jahrhundert
Reiche Kirche, arme Bürger: Hildesheim im 18.Jahrhundert
Prachtvolles Silber, aufwendige Umgestaltung des Domhofes aber auch armselige Buden finden wir auf unserem Weg von der Pfarrkirche St. Magdalenen zur Keßlerstraße. Mit etwas Glück begegnen wir der Hildesheimer Botanikerin Helena Dörrien oder der gerade in der Stadt weilenden russischen Adligen Natalie von Dresen - sie können uns als Zeitzeugen sicher Interessantes und Pikantes berichten.
Sonntag, 11. Oktober 2015, 14 Uhr
St. Magdalenen


19. Jahrhundert
„Neue Zeiten brechen an – das 19.Jahrhundert und seine Spuren in Hildesheim“
Mehrere Herrschaftswechsel, der Beginn der industriellen Revolution, soziale Veränderungen – all dies hinterlässt Spuren in der Stadt. Hildesheim macht sich auf den Weg in die Moderne!
Sonntag, 08. November 2015, 14 Uhr
Historischer Marktplatz


20. Jahrhundert
Hildesheim erlebte im 20. Jahrhundert epochale Umbrüche und mit der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg die schlimmste Katastrophe seiner Geschichte, danach einen entschlossenen Neuanfang sowie ein stetiges Wachstum bis hin zur (Beinahe-)Großstadt mit Universität und berühmten Kunstschätzen. In der Führung wollen wir Zeugnisse dieser Entwicklung aufsuchen und begegnen unterwegs sogar einer Zeitzeugin aus der Zeit des Kaiserreichs.
Sonntag, den 13. Dezember 2015, 14 Uhr
Eingang zum Rosenstock / Domhof