Villa Steinberg

Villa Steinberg – auch Glitzerburg im Volksmund genannt. ©agentur von b.
Villa Steinberg – auch Glitzerburg im Volksmund genannt.

Ein imposantes Gebäude, in der Einsamkeit der Natur, 100 Meter hoch auf dem Steinberg gelegen - die Villa Steinberg, Haus Steinberg, aber auch die Glitzerburg im Volksmund genannt. Ereignisreich ist die Geschichte des schlossähnlichen Gebäudes, das der Ziegeleiunternehmer und Landwirt Louis Heyer um 1900 für Ehefrau und Tochter als neues Herrenhaus erbaute. Die Familie hat das Haus nur für kurze Zeit bewohnt. Nachdem die Villa von der eigenen Familien nicht mehr genutzt wurde, verpachtete die Familie Heyer fortan seinen Grundbesitz. 1925 zog die Christliche Volkshochschule Hermannsburg in die Villa ein. In den Jahren von 1933 bis 1936 hatte unter anderem die Gau-Frauenschaft hier ihr Domizil. Die Frauen besser gestellter NS-Männer konnten sich auf dem Steinberg erholen. Von 1936 bis 1941 befand sich in dem Gebäude ein privates Alten- und Pflegeheim. Als in den Jahren 1943/1944 die Bombenangriffe auf Hannover an Stärke und Heftigkeit zunahmen, beschloss die Gauleitung Süd-Hannover-Braunschweig eine Verlegung ihres Stützpunktes auf den Steinberg. Es wurde ein Bunker auf der Kuppe des Berges gebaut, der mit der Villa verbunden war. Nach der Kapitulation vermietete Georg Heyer das Gelände mit Villa an die Stadt Hannover. Die Villa und die parkähnliche Anlage sollten zu einem Altenheim umfunktioniert werden. Doch die Besatzungsmacht beschlagnahmte das Grundstück zunächst für militärische Zwecke. Nach Abzug der Besatzungstruppen zog 1947 die Hochschule für Gartenbau und Landeskultur bei der Technischen Hochschule Hannover in die Villa ein.